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HIOB  //  Installation, Mixed Media (Stativ, Gipsmaske, Videoprojektion, Diaprojektion) / 2014

Dokumentation :

Auf einen Gipskopf des Künstlers wird sein abgefilmtes Gesicht projiziert. Die Einheit von Form und Bild führt zur Illusion eines realistischen Avatars im Ausstellungsraum. Bei der Herstellung des Videomaterials wurde in regelmäßigen Abständen Wasser über das Gesicht geschüttet, das jetzt in der Projektion aus dem Nichts zu kommen scheint. Lediglich die nervösen Augenbewegungen lassen den Grad der Strapazen, welche die Wassermassen beim Protagonisten verursachen erahnen. In der gegenüberliegenden Ecke des Raumes hängt ein Spiegel an der Wand. Benetzt mit einer Ölschicht dient er gleichermaßen als Projektionsfläche als auch um zu "spiegeln". Ein Diaprojektor wirft das Bild einer Eisenbahnbrücke (Viadukt Traunstein/ Ort der Ausstellung) auf den Spiegel. Die Projektion bildet sich auf der Ölschicht scharf ab als sie auch weiter gespiegelt wird. So entsteht zusätzlich auf der gegenüberliegenden Wand hinter dem, den Gipskopf tragenden Stativ ein unscharfer Hintergrund. Das Motiv bleibt grob erkennbar. Die Wahl dieses Motivs resultiert aus biographischen Bezügen sowohl des Schriftstellers Thomas Bernhards sowie des Künstlers. Beide haben ihre Kindheit in Traunstein verbracht.